Die Gruppierung jung & aktiv politisiert seit 2003 im Weinfelder Gemeinde- bzw. Stadtparlament. Sie setzt sich für die Weiterentwicklung der Gemeinde ein und motiviert ausserdem die Jungen, sich aktiv am politischen Geschehen zu beteiligen. Wir haben mit Petra Merz, der Präsidentin von jung & aktiv gesprochen. Die 26-jährige Sekundarschullehrerin aus Weinfelden erzählt uns im Interview über die Entstehung der Gruppierung und deren Ziele.

Frau Merz, mit 26 sind Sie bereits Präsidentin von jung & aktiv, Vizepräsidentin der Jungen CVP TG und neu Nationalratskandidatin. Wie kamen Sie zur Politik? 
Ich stamme aus einem politisch geprägten Elternhaus, so kam ich schon früh am Familientisch mit diesen Themen in Kontakt. Besonders gern nahm ich auch am jährlich stattfindenden Jugendforum im Weinfelder BBZ teil. Die Diskussionen und Themen fand ich schon damals sehr spannend. Dort kam ich dann auch mit den verschiedenen Jungparteien in Kontakt, die sich dort engagierten und präsentierten.

Wie ist die Gruppierung jung & aktiv entstanden? 
Eine überparteiliche Gruppierung hatte 2002 den Wunsch, das Weinfelder Parlament zu verjüngen und junge Menschen für Politik zu interessieren. So entstand die Idee, jung & aktiv ins Leben zu rufen. Bei den Parlamentswahlen 2003 hat jung & aktiv dann gleich drei Sitze gewonnen, sodass sie als alleinige Fraktion arbeiten konnte; 2007 wurden es dann schon vier Sitze. Dieses Mal hat es leider nur für zwei Sitze gereicht.

Wer kann bei jung & aktiv mitmachen und wofür setzt Ihr Euch ein? 
Wir sind keine Partei, sondern eine Gruppierung von jungen Weinfeldern, die sich engagieren bzw. aktiv mitgestalten möchten. Die Kandidaten sind zwischen 18 und 35 Jahre alt, danach müssen sie sich für eine Partei entscheiden. Wir vertreten vielfältige Meinungen, d.h. unabhängig von der politischen Gesinnung, Geschlecht oder Religion. Bei den Parlamentswahlen legen wir grossen Wert auf eine ausgewogene Kandidatenliste im Hinblick auf Geschlecht, Alter und Berufe.

Unser Ziel ist es, die Jungwähler zu motivieren, sich zu engagieren, sie anzustupsen für ein politisches Engagement. Wir erklären ihnen das Wahlsystem, wie sie richtig wählen und was sie selbst bewirken könnten. Die Jungen geben ihre Begeisterung dann oft weiter und finden weitere interessierte Leute, die bei uns mitmachen möchten. Das macht mir grosse Freude. So erfahren wir auch, was die jungen Menschen sich wünschen bzw. brauchen. Im Vorstand sind wir immer dankbar, wenn neue Anregungen und Ideen an uns herangetragen werden.

Politisch engagieren wir uns für die zukunftsorientierte Gestaltung von Weinfelden, dass Weinfelden sich weiterentwickelt und nicht stehenbleibt. Mobilität ist für uns ein zentrales Thema. Die Sicherheit von jungen Verkehrsteilnehmern liegt uns ebenso am Herzen wie die Elektromobilität. Wir wünschen uns eine mutige Verkehrsführung im Zentrum und einen nutzerfreundlichen Bahnhof.

Zurzeit wird heftig über die Klimastreiks der Schüler während der Schulzeit diskutiert. Wie stehen Sie persönlich dazu?
In erster Linie finde ich wichtig, dass dem Thema Klimaschutz eine grosse Aufmerksamkeit geschenkt wird und wenn junge Menschen sich engagieren, finde ich das sehr gut. Auch wenn Demos alleine nicht ausreichen, so werden doch die Politiker wachgerüttelt, dass nun etwas passieren muss. Mir persönlich liegt die Umweltpolitik sehr am Herzen. Frau Merz, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude in ihrem Engagement. 

Eva Dal Dosso

jung & aktiv – Junge Weinfelder reden mit!


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